Die eigene Behinderung nicht verstecken

Ich habe immer schon sehr allergisch darauf reagiert, wenn Menschen mich auf meine Behinderung reduzieren. Sie ist eine meiner Eigenschaften – sicherlich eine, die mich stark geprägt hat – aber es gibt viel mehr Dinge, die mich ausmachen, aus denen meine Persönlichkeit sich zusammensetzt und mit denen ich mich identifiziere. Meine Blindheit trage ich nicht vor mir her, die Auswirkungen

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Heldenhaft hilflos oder Klischees und was wirklich dahinter steckt

Auf einem Straßenfest kam ich mit einer mir unbekannten Frau ins Gespräch. Sie erzählte mir ungefragt von einem blinden Bekannten und irgendeiner Situation, in der er sie in einem vollen, lauten Raum an ihrer Stimme erkannt hatte. Davon war sie offenbar sehr beeindruckt. Unvermittelt sagte sie zu mir „Sie haben doch bestimmt auch ein absolutes Gehör!“. Das war keine Frage

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Tipps an Eltern behinderter Kinder

Es ist klassisch und wahrscheinlich den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt. Eltern tun sich schwer damit, ihre Kinder loszulassen und sich ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in ihr Leben einzumischen. Irgendwie bleibt ein Kind aus Sicht der Eltern immer Kind, selbst dann, wenn es erwachsen ist und vielleicht längst eigene Kinder hat. Zu diesem Phänomen gibt es aber

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barrierefrei vortragen: Wie geht das?

Bei der Wortkombination Vortrag und barrierefrei denken die meisten Menschen zuerst an Gebärdensprachdollmetscher*innen oder Induktionsschleifen. Ein Vortrag ist ja nur für gehörlose und hörbehinderte Menschen wirklich problematisch, die ihm akustisch nicht folgen können – Blinde hören einfach zu und fertig, oder? Weit gefehlt! Natürlich ist es wichtig, dass ein Vortrag auch Menschen mit Hörbehinderungen zugänglich gemacht wird, indem jemand in

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Autismus bleibt selten allein

Hallo!!! Heute geht es um Borderline. Eine der Krankheiten, die ich noch habe. Mit 12 Jahren habe ich angefangen, mich selbst zu verletzen. Es war damals in der Schule ‚Mode‘. Wir haben uns in den Pausen getroffen und uns mit Zirkelnadeln verletzt. Ich habe gemerkt, dass es mir hilft bei meinem Selbsthass. Unter 18 Jahren wird die Diagnose “ Borderline“

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ARIA-Serie Teil 2: Barrierefreiheit im World Wide Web

Im zweiten Teil der ARIA-Serie erläutert Tim, was Barrierefreiheit allgemein ist und welche Anforderungen es im Web an Barrierefreiheit gibt. Außerdem formuliert er Richtlinien für die Barrierefreiheit auf Webseiten.

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Nafisa, der Dual-Assistenzhund

Hallo, mein Name ist Gabriela, bin Jahrgang 1974 und komme aus der schönen Schweiz am Bodensee. Meine Hobbys sind Tiere, am liebsten Hunde und malen oder zeichnen. Ich bin seit Jahren mehrfach erkrankt. Durch sexuellen Missbrauch habe ich eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung, zudem bin ich an diversen Imunerkrankungen erkrankt unter anderem an einer ITP, einer Diabetes, einer Polyneuropathie, des weiteren

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Freundschaft und Barrieren

wir waren alle mal ein Kind ob sehend oder blind Wir sind alle heran gewachsen und wurden dann Erwachsen Ob sehend oder blind wir haben alle zusammen gespielt als kind Als Erwachsener nun sich große Gräben zwischen uns auftun Ich bin blind und du bist es nicht bin ich nun anders weil ich seh kein Licht Warum hast du nun

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Bitte nicht anfassen: ein Dilemma

Wie soll man als Behinderter reagieren, wenn man zum wiederholten Male auf dem Bürgersteig ungefragt angefasst wird? Und muss das überhaupt sein? Tim analysiert ein Dilemma.

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Sendereihen und Sendungen, in denen es (manchmal) um Menschen mit Behinderung geht

Hier einmal ein paar Tipps zu Sendereihen und Sendungen im Fernsehen, in denen (manchmal) über das Thema Handicap berichtet wird. Die folgende Liste enthält nur den Namen der Sendereihe und falls bekannt, den Sender, auf dem sie läuft. Selbstbestimmt! Das Magazin/Die Reportage (MDR) Stark (Kika) Willi wills wissen Schau in meine Welt (Kika) Menschen – das Magazin (ZDF) Sehen statt

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Was mich ärgert…

Hallo, Ist euch schon mal aufgefallen, dass man zum Beispiel im Fernsehen oder in Artikeln oft sagt oder schreibt, dass x an einer Krankheit LEIDET? Ja, das stinkt gewaltig nach Mitleidsbonus und ich hasse Mitleid. Seltsamerweise sagen das nie die Betroffenen selbst. Zumindest wüsste ich kein Beispiel. Die meisten akzeptieren ihre Krankheit als ein Teil von ihnen. Ich bin nicht

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Nach Gender gerechter Sprache: brauchen wir jetzt auch eine behindertengerechte Sprache?

Zurzeit wird viel darüber gestritten, ob die Bezeichnung Menschen mit Behinderung im 21. Jahrhundert noch zeitgemäß ist. Vermehrt werden Stimmen laut, die den Begriff Behinderung rassistisch finden und lieber von Menschen mit besonderen Bedürfnissen anstatt Menschen mit Behinderung sprechen. Andererseits sind Menschen ohne ein Handikap verunsichert, wie sie am besten mit einem Menschen mit Handikap kommunizieren sollen. Sie fragen sich

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Sprich mit mir!

Heute möchte ich euch von einer Situation erzählen, die für viele Menschen mit Behinderung fast alltäglich ist. Mir ist das gestern seit langem mal wieder passiert und es hat mich noch lange beschäftigt. Deshalb möchte ich darüber schreiben, wie es sich anfühlt, nicht persönlich angesprochen zu werden. Gestern war ich im Nagelstudio. Ich hatte eine fünfstündige Klausur hinter mir und

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Mein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kita

08.00 Uhr morgens: Der Gruppenraum füllt sich allmählich mit Leben. Ein Kind tippt mich mit dem Finger an und führt mich zu einem Stuhl am Maltisch. „Hier, kannst ja mal eine Sonne malen wie ich“, sagt es und legt ein Blatt Papier vor mich auf den Tisch. Ich taste nach den Stiftedosen, greife ziellos einen Stift heraus und male eine

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Mein erstes Dinner in the Dark

Hallo! Irgendwann 2017, fragt mich aber bitte nicht wann, las ich auf der Website des Kreisjugendrings Freising von einer Veranstaltung zum Stand-up-Paddeln, die gemeinsam mit der HSG organisiert wurde. Keine Ahnung, was HSG bedeutet, also schnell meinen Freund und Helfer Google zu Rate gezogen. Die HSG ist die Hochschulgemeinde. Diese bieten zahlreiche Veranstaltungen an, beispielsweise kochen, Gottesdienste und ein „Dinner in the

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Mein Leben mit Narkolepsie

Hallo, ich heiße Sarah Zessin, bin 26 Jahre alt, komme aus Sachsen-Anhalt und bin gelernte Ergotherapeutin.Meine Hobbys sind Ukulele spielen, Malerei und die Ausbildung meines  Assistenzhundes Josie. Sie ist übrigens ein Großpudel. Aber warum brauch‘ ich einenAssistenzhund? Ich habe Narkolepsie. Was das ist und was das für mich, mein Leben und meinen Alltag bedeutet, erzähle ich euch heute. Der Begriff

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