Meine Traumstadt Sonnenhausen

Hallo zusammen,

mit diesem Beitrag nimmt Katrin an unserer Blogparade „So stelle ich mir meine Traumstadt vor“ teil. Da sie keinen eigenen Blog hat, veröffentlichen wir ihren Beitrag hier für sie. Viel Spaß beim Hören oder Lesen.

Sonnenhausen – Audioversion

Sonnenhausen – Textversion

Herzlich wilkommen in Sonnenhausen! Wir freuen uns sehr, Sie heute hier begrüßen zu dürfen. Ich hoffe, Sie hatten alle eine angenehme Anreise? Dann möchte
ich denjenigen von Ihnen, die zum ersten Mal hier sind, eine kurze Einführung geben.
Zugegebenermaßen: es scheint hier natürlich nicht immer die Sonne. Aber das macht den Leuten hier nichts aus, denn auch bei miesem Wetter gibt es sehr
viele Möglichkeiten, in der Stadt unterwegs zu sein. Zum Beispiel laden auch an regnerischen Tagen unsere städtischen Museen zu einem Besuch ein. (So weit
ich weiß läuft im Museum am Südtor gerade noch eine Wanderausstellung über Frida Kahlo, sehr sehenswert.) Alle kulturellen Einrichtungen der Stadt finanzieren
sie sich übrigens größtenteils über Steuern – und deshalb ist der Eintritt ganzjährig für alle Kinder, Jugendlichen, Studis, Azubis, Rentner_innen und
Menschen mit Beeinträchtigung kostenlos!
Keine Lust auf’s Museum? Kein Problem, wie wär’s mit einem Bummel durch unsere schöne Altstadt mit dem Renaissancerathaus und dem Sonnenhausener Dom? Es
gibt wirklich viel zu sehen und zu entdecken! Urige Kneipen und Clubs und die wundervolle Rheinuferpromenade sind ein Muss an langen Sommerabenden. Mein
Tipp an dieser Stelle: Kommen Sie doch im Oktober wieder und besuchen Sie unser Hafenfest. Neben DiY-Workshops und Improvisationstheater gibt es eine Menge
lokaler Delikatessen zu probieren; das darf man sich nicht entgehen lassen!
Die gesamte Innenstadt ist bereits seit den 90er Jahren eine autofreie Zone, sodass Sie hier einmal richtig tief durchatmen können. Darüber hinaus stehen
der Allgemeinheit übrigens Rikshas und Lastenräder bereit, die per App ganz easy gebucht werden können und nach der Nutzung an festgelegte Abholpunkte
gebracht werden müssen. Obwohl viele Gebäude unter Denkmalschutz stehen, haben wir keine finanziellen und technischen Mühen gescheut, um die Stadt für
alle unsere Einwohner und Leute von außerhalb erlebbar zu machen – durch konsequente Barrierefreiheit. Außerdem gibt es fast überall kostenloses Wlan und
in sämtlichen Cafés und Restaurants auch Möglichkeiten, kostenlos die Mobilgeräte aufzuladen. (Die Studierenden unter Ihnen mit Laptop in der Tasche und
Hausarbeitsdeadline werden sich sicherlich darüber freuen…)
Was für die Altstadt gilt, das gilt übrigens für den gesamten öffentlichen Raum. In Sonnenhausen wird niemand zurückgelassen – ob mit oder ohne Beeinträchtigung.
Unsere Philosophie ist schließlich: Nur gemeinsam sind wir stark! Deshalb versuchen wir so gut wie möglich, aufeinander acht zu geben. Wenn wir also schon
beim Thema der „Allgemeinheit“ sind, dann lassen Sie mich Folgendes klarstellen: Wir in Sonnenhausen lehnen die Unterscheidung in „Minderheit“ und „Mehrheit“
ab! Bei uns gibt es nur eine „Allgemeinheit“ und das „Allgemeinwohl“ – was sich aber natürlich nicht daraus ergibt, was für einen Teil der Bürger_innen
gut ist, sondern womit wir alle leben können.
Hashtag: #LeaveNooneBehindForReal
Ein kleines Beispiel: Auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden gibt es immer ausreichend Toiletten für alle Menschen. Neben den Herren- und
Damentoiletten ist auch
immer eine Unisex-Toilette zu finden, die für alle offen ist und in der keine Geschlechtertrennung herrscht. Klar, wer lieber eine der anderen zwei Möglichkeiten
in Anspruch nehmen möchte, kann dies natürlich tun. Aber für diejenigen von uns, die das eben nicht möchten aus welchen Gründen auch immer, bieten wir
somit eine Alternative. Selbstverständlich befinden sich übrigens in der Damen- und Unisextoilette auch kostenlose Menstruationshygieneartikel, damit im
Notfall niemand im Stich gelassen wird.
Einen letzten Punkt möchte ich noch ansprechen, nämlich unsere tollen Parks und Grünflächen. Ein Tipp von mir persönlich: Schauen Sie doch heute Nachmittag
mal im Bertha-von-Suttner-Park vorbei, da gibt es fast täglich coole Events, Vorträge, Konzerte und mehr um diese Zeit. Wenn Ihnen eher nach einem ruhigen,
entspannten Spaziergang zu Mute sein sollte, dann empfehle ich Ihnen unseren großen botanischen Garten. Einmal täglich werden auch geführte Touren für
Jung und Alt angeboten. Falls Sie daran Interesse haben sollten, sprechen Sie mich nachher gerne an. In Harmonie und Abgeschiedenheit kann man sich dort
mit einem Buch oder einem mitgebrachten Snack an den See setzen und die Pflanzen und Tiere beobachten. Herrlich!
Was unsere „kleinen“ Freunde übrigens angeht: Das mag jetzt einige von Ihnen vielleicht überraschen – aber Tiere gehören laut Stadtverfassung auch zur
„Allgemeinheit“ und haben das Recht auf Schutz und Unversehrtheit! Dementsprechend möchte ich Sie bitten, Ihren Müll (falls Sie überhaupt welchen produzieren
müssen) immer und überall mitzunehmen und in die dafür vorgesehenen Mülltonnen zu werfen. Wissen Sie, die Leute hier in Sonnenhausen empfinden es als sehr
unhöflich, wenn sieI hren Müll mit Zangen aufheben müssen. Das ist keine schöne Sache! Also: Müll mitnehmen und auf die Umwelt achten, ok? Keiner will ja
hier auf einer Müllhalde leben! Übrigens gibt es als kleinen Anreiz ein jedes Jahr im mai den großen „Müllsammelcontest“ von Sonnenhausen. Da kann man
hier eine Woche lang bei verschiedenen Aktionen dabei helfen, die Stadt samt Grünflächen auf Vordermann zu bringen. Die Teilnahme an den Projekten ist
kostenlos und bringt Punkte, die in einer App notiert werden. Wer dann am Ende der Woche die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt einen tollen Preis (den
ich jetzt hier nicht verrate, hehe). Die restlichen Punkte können in den Cafés und Büchereien der Stadt eingelöst werden. Es lohnt sich immer!
So, das war’s jetzt von meiner Seite. Ich wünsche Ihnen allen einen zauberhaften Aufenthalt in Sonnenhausen! Empfehlen Sie uns weiter und machen Sie sich
hier eine schöne und sonnige Zeit.

Ein Kommentar

  • Katrin

    Hallo Leute, ich bin Katrin und in meinem Beitrag nehme ich euch mit in die fiktive Stadt namens Sonnenhausen. Es ist ein Ort, an dem zwar nicht immer die Sonne scheint, aber ein soziales Miteinander und Bewusstsein für Menschen und Umwelt praktiziert wird. Damit die Sonne auch an Regentagen bei allen im Herzen scheint.

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