Buchtipp: „Der Delfin in der Hängematte“ von Valentina

Ich habe mal wieder ein Buch gelesen, das von einem Menschen mit Behinderung handelt, um genau zu sein von Leonardo, einem kleinen Jungen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Geschrieben wurde es von seiner Schwester Valentina.

Valentina hat einen Bruder, Leonardo. Doch Leonardo ist anders als andere Kinder. Er kann nicht sprechen, schlägt seinen Kopf gegen die Wand, wenn er nicht das bekommt, was er möchte, versteckt sich unterm Tisch, wenn es ihm zu laut oder zu wild wird. Gleichzeitig erkundet er neugierig seine Umgebung, tanzt gerne zu seiner Lieblingsmusik oder blättert in Autozeitschriften. Manchmal ist der Alltag mit Leonardo sehr anstrengend und es ist ein langer Prozess, bis er alltäglichste Dinge gelernt hat. Doch Valentina liebt ihren Bruder so, wie er ist, und sie würde ihn niemals verändern.

Mit Valentinas Buch „Der Delfin in der Hängematte“ möchte sie anderen Menschen einen Einblick in das Leben mit einem Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung geben, denn nur so kann man die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Betroffenen besser verstehen. Da die Autorin selbst erst elf Jahre alt ist, zeichnet sich das Buch durch einen sehr einfachen und kindgerechten Sprachstil aus, ist aber auch als Erwachsener absolut lesenswert. Mit viel Lockerheit, Freude und Ehrlichkeit legt Valentina keine wissenschaftlichen oder psychologischen Fakten auf den Tisch, sondern orientiert sich durchweg an Alltagssituationen, in die zumindest ich mich wunderbar reindenken und dadurch viel über das Thema Autismus lernen konnte. Durch die kurzen Kapitel eignet sich das Buch auch zum Vorlesen und für Kinder, die Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. In Blindenschrift kann es bei der SBS Zürich ausgeliehen werden.

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