Der Studiengang Sonderpädagogik: Eine Studentin erzählt

Stell dich doch mal vor.
Anastasia:
Hallo, ich bin Anastasia Kronich. 26 Jahre alt und studiere momentan Sonderpädagogik in Master.

Du studierst Sonderpädagogik. Wie bist du auf diesen Studiengang gekommen?
Anastasia:
Ich wollte immer schon pädagogisch tätig sein. Auf meinen Studium bin ich allerdings dank meines FSJ’s (freiwilliges soziales Jahr) drauf gekommen. Dabei habe ich 1 Jahr lang an der Schule für emotionale und geistige Entwicklung gearbeitet. Ich habe mich direkt in diese warme, vertraute Atmosphäre, hilfsbereite, nette und offene Menschen verliebt und wollte unbedingt Teil dieser Welt sein.

Auf welche Förderschwerpunkte und Schulformen hast du dich spezialisiert?
Anastasia:
Ich habe mich während meines Bachelorstudiums auf Pädagogik bei geistiger Entwicklung, Pädagogik bei Verhaltensstörungen und Sprachheilpädagogik spezialisiert. Während meines Masterstudiums hatte ich den Schwerpunkt Beratung.

Wo studierst du und in welchem Semester bist du?
Anastasia:
Ich Studiere an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und bin momentan im 4. Semester meines Masters.

Was lernt man im Studium so?
Anastasia:
Im Studium habe ich wie vorher bereits erwähnt drei Fachrichtungen vertiefen können, dabei habe ich einzelne Behinderungsbilder und damit verbundene Aufgaben kennengelernt. Inklusion ist ein wichtiger Punkt, der mich über das ganze Studium begleitet hat. Im Master hab ich einzelne Arten der Beratung, sowie die Durchführung dieser gelernt. Man lernt im Studium wirklich viel aber in der Praxis lernt man mehr.

Wie sieht es mit der Praxis während des Studiums aus?
Anastasia:
Ich habe, wie bereits erwähnt bereits vor dem Studium praktische Erfahrungen sammeln können. Aber auch im Verlauf des Studiums habe ich immer wieder Praktika machen müssen und habe in den Ferien oft Kinderbetreuung oder Freizeitbetreuung gemacht. Seit 2015 bin ich ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Lebenshilfe Würzburg im Bereich FED und Urlaub und Freizeit. Für mich waren praktische Tätigkeiten besonders wichtig. Dadurch habe ich während meines Studiums Motivation zum weiterlernen geschöpft.

Was sollte man mitbringen, wenn man Sonderpädagogik studieren möchte?
Anastasia:
Einfühlungsvermögen, Empathie, Verständnis aber auch Durchsetzungsvermögen, Offenheit mit Menschen unterschiedlicher Kulturen umgehen zu können, sowie Bereitschaft manchmal Wünsche der Anderen über seine Wünsche zu stellen.

Habt ihr auch Sachen gemacht, um euch in die Menschen mit Behinderung hineinzuversetzen?
Anastasia:
Ja, ich musste schon mal mit verbundenen Augen mich von jemandem durch die Straße führen lassen oder 2 Stunden lang im Rollstuhl sitzen und mich von einen anderen Schieben lassen bzw. kurz in der Stadt allein damit zurechtkommen. Das war eine geniale aber auch schwierige Erfahrung. Es braucht unglaublich viel vertrauen sich von jemandem führen zu lassen. Momentan begleite ich einen blinden jungen
Man in seiner Freizeit und dank dieser Übung weiß ich sein Vertrauen zu schätzen.

Was planst du nach dem Studium?
Anastasia:
Nach dem Studium möchte ich anfangen zu arbeiten. Ich hoffe eine Stelle als Beraterin zu finden, denn am liebsten würde ich Menschen helfen, die nach Hilfe suchen.

(geschrieben von Anastasia Kronich)

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