Deutsche Jugend-Para-Tischtennismeisterschaften 2019

Inklusion funktioniert … 😉

Dieser Bericht wurde von Christine recherchiert und zu einem Beitrag aus verschiedenen Quellen zusammen gefasst:

In meinem ehemaligen Tischtennisverein, in dem ich noch im Kindesalter in meinem Heimatort gespielt habe, wurden am Wochenende vom 22.-23. März 2019 die Deutschen Jugendmeisterschaften im Para-Tischtennis (U25) ausgetragen.

Dem Tischtennisclub 68 Oberbrechen war es gelungen, eine hochkarätige Veranstaltung nach Oberbrechen zu bringen und diese formvollendet durchzuführen. Dem TTC gelang es diese Veranstaltung gastfreundlich und mit einer ganz besonderen Willkommenskultur zu präsentieren.

Die Para-Tischtennismeisterschaften wurden durch Sportland Hessen gefördert. Veranstalter war der Deutsche Behindertensportbund und Ausrichter der Hessische Behinderten- und RehabilitationsSportverband e.V. in Zusammenarbeit mit dem TTC 68 Oberbrechen e.V.
Medial wurde der TTC Oberbrechen durch Peteratzinger Medien unterstützt.

Die deutschen Jugendmeisterschaften im Para-Tischtennis sind das Highlight der Saison nicht nur für Oberbrechen, sondern für das ganze Sportland Hessen. Inklusion und Spitzensport trifft auf blitzschnelle Ballwechsel und Spannung an der Platte. Das Turnier verspricht alles, was der Sport zu bieten hat, so Peter Beuth, dem hessischen Sportminister.

Packende Ballwechsel und große Emotionen erlebten die etwa 750 Zuschauer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Para-Tischtennis der unter 25-Jährigen beim TTC Oberbrechen. 74 Athleten duellierten sich in acht verschiedenen Wettkampfklassen und der gemischten Doppelkonkurrenz in der Emstalhalle. (FNP)

Insgesamt 74 Sportlerinnen und Sportler mit 25 Betreuerinnen und Betreuern und ihren Fans kamen an. Sie kamen aus allen Ecken der Republik (die weitesten kamen aus Schleswig Holstein und Berlin) und so war es ein sprachliches „Hallo“, welches genauso barrierefrei gelang, wie auch der Sport an den 16 Platten, die in der oberen Emstalhalle aufgebaut und die Spielfelder, die vorbereitet waren.

Der jüngste Teilnehmer war zehn Jahre, die ältesten – klassenbedingt: 25 Jahre alt.

Mit dabei auch die 18-jährige Marlene Reeg von der TTG Büßfeld, die mit Lena Kramm (München) antrat. 2017 waren die beiden Vize-Europameisterinnen geworden und hatten Bronze bei der Team-Weltmeisterschaft gewonnen.

Lena Kramm, linksseitig gelähmt, war zudem Teilnehmerin an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. „Unsere kurzfristigen Ziele sind der Sieg bei der heutigen Meisterschaft und auch der Gewinn des EM-Titels in diesem Jahr“, sagte Lena Kramm. Beide Spielerinnen sind Teil der Deutschen Nationalmannschaft und trainieren gemeinsam bei diversen Kaderlehrgängen. „Ein absoluter Traum wäre es, wenn wir zusammen bei den Paralympics 2020 in Tokio antreten könnten“, betonte Marlene Reeg, der der linke Unterarm fehlt.

Für den Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften reichte es jedoch nicht. Das Duo unterlag in einem packenden Finale Elias Monden (TSF Heuchelheim) und Laurenz Fehling (Hydro Nordhausen), der kleinwüchsig ist. In den Einzel-Wettbewerben waren besonders die hessischen Sportler sehr erfolgreich. Die 16 Teilnehmer, die von Landestrainer Fabian Lenke betreut wurden, gewannen zweimal Gold und fünfmal Bronze.

behinderte weibliche Tischtennisspielerin

Eine behinderte Frau, die Tischtennis in einem offiziellen Wettbewerb spielt.

Maximilian Zuber (RSC Frankfurt) – im Rollstuhl sitzend – wurde in der Wettkampfklasse 1-5 neuer Deutscher Jugendmeister. Marlene Reeg, die das Endspiel der Doppelkonkurrenz zuvor noch unglücklich verloren hatte, durfte sich dann doch noch über einen Titel freuen: Die Hessin siegte in der Wettkampfklasse 9 und war sichtlich stolz auf ihre Leistung. Die weiteren Deutschen Meister heißen Maximilian Kröber (PSC Berlin), Tim Laue (SV Hoffeld), Lea Bauer (TV Echterdingen), Joshua Wagner (BSG St. Ingbert), Mio Wagner (TSV Gut Heil Heist) und Mika Winnen (Gelsenkirchen). Herzlichen Glückwünsche an die Gewinner.

Der Abend klang dann gesellig bei Musik und leckeren Speisen nach der Siegerehrung aus – die Zeit zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen wurde reichlich genutzt.

Ausnahmesängerin Vanessa Müller

Musikalisch brillierte die junge Ausnahmesängerin Vanessa Müller, gerade erst 17 und schon bekannt aus zahlreichen TV-Auftritten, intonierte sie die Deutsche Nationalhymne.

Die Veranstalter des Deutschen Behindertensport-Verbandes und des TTC Oberbrechen waren sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Im Oktober 2018 haben wir einen Anruf erhalten und wurden gefragt, worden ob wir die Meisterschaften austragen wollen. Nach Beratungen mit unserem kompletten Vorstand haben wir uns dann entschieden die Veranstaltung auszurichten“, sagte Günther Königstein, Abteilungsleiter für Kommunikation und Sport des TTC Oberbrechen. „Wir haben heute über 70 Helfer im Einsatz, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann“, erklärte er.

Organisatoren und Initiatoren

Organisatoren und Initiatoren der deutschen Jugend-Para-Tischtennismeisterschaften

Unterschiedlichste Plattformen hatte der TTC Oberbrechen genutzt, um auf das Event aufmerksam zu machen. „Wir haben sogar extra eine Veranstaltungswebsite erstellt“, sagte Katja Peteratzinger, die für die Öffentlichkeitsarbeit im TTC verantwortlich ist. „Es ist uns eine besondere Freude, so viele verschiedene Menschen in Oberbrechen zusammenzuführen“, so Günther Königstein.

Zeitschrift über deutsche Jugend-Para-Tischtennismeisterschaften

Zeitschrift über die deutsche Jugend-Para-Tischtennismeisterschaften

Behinderte oder Menschen mit Behinderungen, eingeschränkte Menschen – wie soll man sie nennen? – MENSCH wäre gut! Das, was mit INKLUSION sperrig daher kommt und bedeuten soll, dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander arbeiten oder in diesem Fall Sport treiben – das drückt in Worten nicht ansatzweise aus, was man an diesen beiden Tagen speziell, aber auch das ganze Jahr über beim TTC 68 Oberbrechen erleben kann.

MESCHEN sind MENSCHEN und so selbstverständlich, so herzlich und so hilfsbereit und so verdammt sportlich, wie die jungen Menschen, die ihre Karriere noch vor sich haben und vielleicht irgendwann bald unser Land im Zeichen der Ringe vertreten könnten, wie Innenminister Peter Beuth hoffnungsvoll in Aussicht stellte, so sollte der Umgang mit „Behinderten“ definitiv auch im Alltag gelingen.

Begegnen Sie Menschen einfach „ganz normal“ – leben, lachen, spielen Sie und genießen Sie das Leben gemeinsam! (Auszug aus Brachialimagepress)

Lachende Menschen mit Handicap, die Jux machen

Menschen mit Handicap bei der deutschen Para-Jugend-Tischtennismeisterschaften

Bürgermeister Frank Groos freut sich und gratulierte zu dieser tollen Veranstaltung.

Quellen und Links:

https://brachinaimagepress.de/selbstverstaendlich-deutsche-jugendmeisterschaften-u25-im-para-tischtennis-in-oberbrechen?fbclid=IwAR2LoagTE6qYWwwuGdwQ6nOlYU15d2k-hE0f2MEj4ieaBL8zXhEvFe5d3I0

https://www.oberlahn.de/Bildergalerie/?gal=9914&fbclid=IwAR265JYOllloTCfATprY_4xxpePOTvgpEhl7Z1JxWsv950Tc3_JHom2Ordc

https://www.facebook.com/ttcoberbrechen/

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https://www.facebook.com/search/top/?q=ttc%20oberbrechen&epa=SEARCH_BOX

https://www.deutsche-jugendmeisterschaften-paratischtennis.de/post/gru%C3%9Fwort-peter-beuth?fbclid=IwAR2MHdRohLXoXAZrBleoEc9KEwEPJDJyqGpOAFEZxoTfHjoTo4JDdT2m-MI

https://www.httv.de/news/data/2019/03/25/maximilian-zuber-verteidigte-seinen-titel-marlene-reeg-dominierte/

 

Die Bilder wurden von TTC Oberbrechen mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.

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