Emotionale Verantwortung: Die Grenzen setzt Du Dir selbst!

Die Grenzen setzt du dir selbst

Zu unserem Untertitel „Die Grenzen setzt du dir selbst“ ist mir etwas eingefallen, als ich einen Online-Beitrag über die emotionale Verantwortung „Ich will nicht“ und „Ich kann nicht“ las.

Ich höre immer wieder „Ich kann nicht“ und frage nach, „Warum kannst du es nicht?“ Oft bekomme ich nur diffuse Antworten. 

Es ist ein großer Unterschied, ob ich es nicht tun will (eigener Entscheidung, es nicht zu tun) oder ob ich es nicht tun kann (unfähig, es zu tun). Es ist erstaunlich, wie das Verändern eines kleinen Wortes die gesamte Perspektive verschieben kann!

Die Grenzen setzt man selbst, indem man sich selbst einschränkt und indem man sagt, nein, ich kann nicht. Man blockt sich sozusagen selbst ab.

Hier ist die Ironie an der Sache bei uns menschen mit Handicap. 😉 Viele Menschen mit Handicap haben im Laufe des Lebens tolle Fähigkeiten erworben um sich auch im Leben weiter zu entwickeln. Es heißt hier aber nicht, dass ein Blinder irgendwann sehen kann, wenn es sehen „will“. Sondern, dass ein Blinder eine Fähigkeit erwirbt, z. B. trotz der Blindheit viele mögliche Sportarten ausübt, programmieren kann ohne sehen zu können.

Genauso wie bei Gehörlosen, die die Fähigkeit entwickeln, von den Lippen abzulesen oder sie „sehen/erkennen“ die Welt viel bewusster als Hörende. Oder können super schauspielern und tanzen (wie Benjamin Piwko im Let´s Dance). Um hierein paar Beispiele zu nennen. 

Hochleistungsschwimmerin Sandra Völker schwamm trotz Asthma, weil sie den Willen hatte zu schwimmen und sie diese Sportart liebt. ich habe auch einen Freund, der trotz Asthma Spaß am Fußball hat. Para-Reiter/innen reiten trotz Lähmung oder mit einem Bein. Oder ein Mensch, der im späten Alter zum Marathonläufer wird. Auch dies sind einige Beispiele. Das soll nicht heißen, dass man das tun muss, was sie machen. Das heißt auch nicht „bitte vergleichen“ und „bitte nachmachen“. 

Menschen mit Handicap sind oft unheimlich darauf fixiert, mit irgendwas weiter zu kommen und besitzen große Motivation, es umzusetzen, weil sie mit „idealen gesunden Menschen“ gleichgestellt werden wollen.

Hier spreche ich über die persönliche und emotionale Verantwortung, in der wir uns alle immer wieder befinden. Auch als Mensch ohne Handicap. Es ist nicht immer leicht, aber mit ein bisschen Anstrengung und Mut können wir etwas erreichen und so unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, in kleinen Schritte verbessern. Und es wird immer einfacher, etwas neues umzusetzen. Wenn ich diese drei Worte formuliere, „Ich kann nicht“, dann entziehe ich mich meiner Verantwortung. Auf diese Weise begrenzen wir uns selbst und geben etwas auf. Das Selbstwertgefühl wird geringer. Manchmal ist es gut immer wieder über den eigenen Schatten zu springen und aufs eigene Selbstwertgefühl zu vertrauen. Es gehört natürlich etwas Mut dazu.

Emotionale Verantwortung ist eine tragende Säule für das Selbstwertgefühl und das eigene Glück.

Ich kann nur auf meine eigenen Schicksalsschläge und Erfahrungen zurückblicken. Ich habe leider erfahren müssen, wie schlimm so ein Schicksalsschlag sein kann. Aber wie heißt es so schön: „Hinfallen, Krone richten und aufstehen“. Und so hat mich jeder Schicksalsschlag immer wieder stärker gemacht dank meiner Willensstärke. Man findet immer wieder Wege, um aus dem Loch rauszukommen. Und dies hat mich mit jeder Mal ein Stück weiter gebracht. Für mich ist es zu einer Leichtigkeit (= die erworbene Fähigkeit) geworden etwas umsetzen zu können, was ich umsetzen möchte. Egal ob sportlich, privat, kreativ, beruflich.

Alles kann man schaffen, wenn man es will. Aber natürlich musst du für dich realistische und erreichbare Ziele setzen! 

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