Die Gebärdensprache

Ich möchte auch etwas über die Gebärdensprache schreiben. Trotz meiner hochgradigen Schwerhörigkeit lese ich immer von den Lippen ab und höre etwas mit. Das sind meine eigentlichen Hilfsmittel zur Kommunikation. Ich habe aber auch spielerisch durch die Kommunikation mit anderen Gehörlosen die Gebärdensprache erlernt, als ich noch klein war. Leider ist meine Gebärdensprache nicht flüssig. Ich bewundere andere Gebärdensprachler, die es hundertprozentig beherrschen. Die können so schön, anmutig und elegant gebärden mit fließenden Übergängen. Wie zb. beim Poetry Slam, Gedichte oder Geschichten vortragen, im Schauspiel etc. Man kann neben Gestik auch Mimik und Lautsprache in der Gebärdensprache benutzen. Es gibt Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Lautsprachbegleitende Gebärdensprache (LBG). Während DGS eine abgekürzte Gebärdenvariante ist, die von den meisten Gehörlosen benutzt wird, benutzt man in der LBG ganze Sätze und die Lautsprache.

Leider kursieren zur Zeit Gerüchte unter den Gehörlosen, dass die Gebärdensprache in den nächsten Jahren aussterben würde, da immer mehr Kinder CI’s (Cochlea-Implantate) implantiert werden und so sprechen und hören lernen würden. Daran glaube ich nicht, denn Latein ist auch immer noch nicht ausgestorben! Die Gebärdensprache ist immer noch ein super Hilfsmittel zur Verständigung. Gebärdensprache gibt es seit der Antike und wird es immer noch geben. Und es gibt immer mehr hörende Interessierte sowie Spätertaubte, die diese Variante erlernen möchten.

So zum Beispiel sieht Gebärdensprache aus:

(geschrieben von Christine)

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